Parodontologie & Prophylaxe

Unter Parodontitis versteht man die Entzündung des Zahnhalteapperates, bestehend aus den Zahnwurzeln, dem umgebenden Zahnfleisch samt Fasern und Knochen. Sie wird durch Bakterien, die sich in vertieften Zahnfleischtasche befinden und vermehren ausgelöst. Eine Folge der Parodontitis ist der Schwund des Zahnhalteapperates. Sowohl das Zahnfleisch als auch der Kieferknochen können betroffen sein. Zahnlockerungen und Zahnverlust sind die Folge.

Die Parodontitis ist nach der Karies die 2- häufigste Erkrankung der Mundhöhle. Sie ist die Hauptursache für ausfallende Zähne und weltweit verbreitet.

Prophylaxe ist ganz einfach Vorbeugung – und Vorbeugung ist der sicherste Weg, ein Leben lang gesunde Zähne zu haben. Anstatt Zahnprobleme laufend zu „reparieren“, vermeiden Sie diese und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten bevor sie passieren.

Vom Durchbruch der ersten Milchzähne bis ins hohe Alter kann die Prophylaxe Ihre Zähne gesund erhalten.

Das können wir Ihnen anbieten:

– Mundhygienestatus
– Professionelle Zahnreinigung
– Färbetest
– Fluoridierung
– Aufklärung
– Speicheltest
– Instruktion und Motivation
– Kontrolle / Nachsorge
– Ernährungsberatung
– Recall

 

 

00000459__DSC0256Die Vorbehandlung gliedert sich meistens in 3 Sitzungen in denen schonend alle Reiz- und Entzündungsfaktoren reduziert werden:

a) Professionelle Zahnreinigung:

Mundhygieneinstruktion, Zahnsteinentfernung, professionelle Zahnreinigung, ggf. Einsatz von Medikamenten gegen akute Entzündungen. Beseitigung von Karies durch Füllungen. Ggf. Abschleifen von Fehlkontakten, um Fehl- und Überlastungen von Zähnen zu vermeiden; in besonderen Fällen Schienung der Zähne.

b) nach 2-4 Wochen:

Mundhygiene-Kontrolle, Remotivation, Zahnsteinentfernung und professionelle Zahnreinigung.

c) nach weiteren 2-4 Wochen:

Taschentiefenmessung, Röntgenuntersuchung, ggf. mikrobieller Sondentest für spezifische Antibiose, funktionelle Therapie mit Aufbißschiene, Planung der Hauptbehandlung.

Downloads:
Parodontologie

Paradontitis – Hauptbehandlung

Paradontalerkrankungen zählen in Deutschland zu den meist verbreiteten Volkserkrankungen. 90% der Bevölkerung leiden unter der chronischen Erkrankung des Zahnhalteapparates. Dadurch gehen viermal mehr Zähne verloren, als durch Karies. Das Heimtückische daran: die Krankheit verläuft schleichend und verursacht kaum Schmerzen. So bleibt sie häufig bis zum letzten Stadium unerkannt. Zahnverlust ist die Folge. Andererseits sind Zahnfleischerkrankungen völlig vermeidbar. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung, alle unsere Patienten zu motivieren und anzuleiten, sich auf Dauer ein gesundes Gebiss zu erhalten.

Taschenbehandlung (geschlossene Kürettage)

Relativ schonende, nicht chirurgische Methode der Paradontaltherapie. Dabei werden die Taschen mit einem speziellen Ultraschallgerät oder mittels Handinstrumenten gründlich gesäubert und desinfiziert. Dies geschieht in der Regel unter örtlicher Betäubung.

a) Scaling, Wurzelglättung, Kürettage

Unter Lokalanästhesie werden die Zahnfleischtaschen gereinigt, die Oberflächen der Wurzeln geglättet und desinfiziert.

b) Mikrochirurgische Eingriffe

Gleichzeitig oder in der Folge sind u.U. chirurgische Behandlungen angezeigt, z.B. zur Reinigung besonders tiefer oder schwer zugänglicher Zahnfleischtaschen, zum Aufbau des Knochens oder aus kosmetischen Gründen zur Ausformung eines natürlichen Zahnfleischprofils. Oft können durch eine richtige Ausformung des Zahnfleischverlaufs viel überzeugendere kosmetische Resultate erzielt werden als durch neue Kronen!

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Paradontale Regeneration

Notwendige, regelmäßige Kontrolluntersuchungen, an die wir Sie gerne schriftlich oder telefonisch erinnern. Diese Kontrollen umfassen eine sorgfältige Zahnreinigung, Taschenmessungen, Mundhygienekontrolle und Remotivation, falls nötig Rezidivbehandlung.

Schwangere Frauen sind besonders gefährdet. Durch die hormonelle Umstellung und die damit verbundene Veränderung der Mundflora steigen neben dem Kariesrisiko vor allem die Entzündungsneigung des Zahnfleisches. In Extremfällen wird duch die Bakterienausschüttung das Risiko einer Frühgeburt siebenfach erhöht.

Durch eine konsequente, bereits bei Beginn der Schwangerschaft individuell abgestimmte Therapie kann dieses  Risiko eliminiert werden.

Wir begleiten Sie in dieser Phase einfühlsam und professionell.

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